Die Montafonerin

Für eine Fraueninklusive Heimatkunde des Tales Montafon und darüber hinaus.

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Die Montafonerin und die verschwundene Göttin
„Die Montafonerin“ und
„Die verschwundene Göttin“
Mythologische Landschaft
Mythologische Landschaft
Sagen, Mythen, Meditationen - Ein wertvoller Schatz der Alpen
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Mythologische Landschaft

Der Sagenschatz des Montafons und der Alpen generell ist reich an Inspirationen, die die Seele nähren.
Sie finden auf dieser Seite Landschaftsbilder, meditative Texte, Sagenkunde und originale Sagentexte (Textauszüge).

Nehmen Sie sich Zeit.

Lassen Sie sich bezaubern von der Schönheit der Landschaft und treten Sie ein ins Reich der Mächte, Mythen, Wirklichkeiten.

Sagen, Mythen, Meditationen

Die Segen und Fruchtbarkeit spendende weibliche Macht

Sagen MontafonWeibliche Macht
Stille
Präsenz im DaSEIN
Stille
Atem
ruhig fließend
Stille
Verbundenheit mit meinem tiefsten Wesen
Verbundenheit mit dem Wesen der Landschaft
Stille
Eintauchen
Atmen
Sein

Die Montafoner Sage “Das Hirtle von der Berger Alma” erinnert an die Leben und Fruchtbarkeit spendende weibliche Kraft, die sich den Menschen vorchristlicher Prägung in Bergen, Steinen, Quellen, Bäumen und Flüssen offenbarte. Regional verankert ist die lichtvoll scheinende Jungfrau dieser Sage in den Steinwänden des Rätikons (von der Sulzfluh über die Drei Türme bis zur Zimba und der Vandanser Steinwand), wohin das Hirtle blickte:

“Einmal am frühen Morgen stand das Hirtle auf der Bartholomäberger Alma bei seiner Herde und schaute zu den Steinwänden hinüber. Da dachte es staunend, dass diese weiten Erdenräume kein Häslein nähren könnten, ja keinen Vogel und keinen Wurm. Waren sie eine nutzlose Wüstenei auf immer? Wie es so sann, sah es im lichten Schein die heilige Jungfrau nahen. Sie sprach: “Wisse, über diese Felsenwälle werdet ihr einst froher sein als über die reichste grüne Weide. Was Gott erschuf, ist nie umsonst!” Und segnend verschwand sie.” Quelle: Beitl, Richard: Im Sagenwald. Feldkirch 1953, Nr. 510, S. 276.

In Tiroler Sagen des hinteren Stubaitales lebt noch die Sage von schönen, weißgekleideten Fräulein, die dort Schneefräulein heißen. Regional sind sie um den Sulzenauer Ferner verankert. Bergmännlein und Wichtel sind den Schneefräulein dienstbar.

“Die Schneefräulein taten nur Gutes und legten oft Geschenke vor die Häuser, zu denen sie nächtlicherweise heimlich herabkamen. Auch Hirten mochten sie gerne leiden, denn sie brachten reichlich Segen auf die Alpen und gaben den Hirten Winke zum früheren Alpabfahren, wenn große Schneewetter einzufallen drohten. Der Sulzauer Fernerstock ist mit vielen großen Fernern verbunden, so auch mit jenem des “hohen Fräulekopfs” und des “Wilden Pfaffen”, die gar hoch sich emporheben. Der erstere ist wegen des Vorhandenseins der Schneefräulein so benannt worden…” Quelle: Johann Nepomuk Ritter von Alpenburg: Deutsche Alpensagen. Wien 1861, Nr. 299.

Die Wasser aus den Sulzenauer Bergen münden im Tal herunten in den Grawa Wasserfall – ein faszinierendes Naturschauspiel, das unsere Seele für die mystische Welt zu öffnen vermag. Lassen Sie sich berauschen…

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Der Regenbogen

Bibel RegenbogenRegenbogen Natur
Himmel
Erde
verbunden
in mir

Wie die biblische Geschichte von der Jakobsleiter (Genesis 28, 11-17) erzählt die Montafoner Sage “Der Regenbogen” von der Begegnung des Menschen mit dem Numinosen.

In vielen Kirchen und Kapellen nimmt der Bogen im Altarraum diese archetypische Erfahrung auf: “Der farbenschimmernde schöne Bogen, der sich hoch am Himmel wölbt und weit übers Land spannt, bis er im Wald oder Riedgrund zur Erde niederkommt, wird wohl nur selten gesehen, aber stets ist er da. Die Engel steigen darüber auf die Welt herab, darum glänzt er so schön, und die selig Abgeschiedenen ziehen hinauf. Himmelsring heißt er.” Quelle: Beitl, Richard: Im Sagenwald. Neue Sagen aus Vorarlberg. Feldkirch 1953, Nr. 593, S. 311.

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Fengginnen und Fenggen

FengginnenFenggen

Fengginnen und Fenggen begegnen uns häufig in Montafoner Sagen. Es sind Wesen der geheimnisvollen “Anderswelt”. Die Bezeichnung Fenggin überschneidet sich mancherorts mit dem Begriff der “Saligen” oder “saligen Fräulein” in den Tiroler Bergen, wobei salig leuchtend/glänzend bedeutet. Die Fenggin Madrisa wohnt beispielsweise “in den Felshörnern, die ihren Namen tragen” (= Berg “Madrisa” in Gargellen/Montafon). Ähnlich wie die drei Schwestern “drei kahle Felswände” repräsentieren, unter denen verborgen ein “Goldborn” rinnt (=Bergmassiv “Drei Schwestern” bei Frastanz/Walgau).

Andere Wohnorte von Fengginnen und Fenggen sind Wälder und Bäume. Der Sagenforscher Franz Vonbun schreibt dazu: “Unsere Sagen geben Andeutung genug, dass diese wilden Wesen in geheimnisvoller Verbindung mit Wald und Baum gedacht werden. Der Fengg ist die Baumseele, er lebt im Baum. (…) Der unergründliche Bergwald ist die Heimat dieser Wesen, in den sie – zu den Menschen verirrt – durch heimliche Botschaft wieder gerufen werden.” Quelle: Vonbun, Franz Josef: Die Sagen Vorarlbergs mit Beiträgen aus Liechtenstein. Feldkirch 1950, S. 242.

Sage: Die Fenggin Madrisa (Auszug)

“Wie kommt es”, fragte der Vater, “dass die Kühe so glatt und schön sind und Milch geben wie im hohen Sommer?” – “Das macht meine Madrisa”, sagte der Jüngling, “die hat Wurzeln und Kräuter gesucht, davon wird das Vieh so glatt und gibt so viel Milch.” – “Wer ist das, deine Madrisa?” Der Bursch deutete in die halbgeöffnete Tür der Kammer; da lag auf dem Bette schlafend ein Mädchen von wunderbarer Schönheit, dessen helle Haare bis zur Erde herabfielen. (…) Das Mädchen, das eine Fenggin war, erwachte, erhob sich und schritt auf die beiden zu: – “Hättet ihr mich unbekannt und in Frieden gelassen, es wäre besser gewesen für euch und eure Herde. Ungern kehre ich aus der warmen Hütte zu Wald und Fels zurück, aber ich muss.” Leichtfüßig schritt sie über den Schnee den Felsenhörnern zu, die ihren Namen tragen. Quelle: Beitl, Richard: Im Sagenwald. Neue Sagen aus Vorarlberg. Feldkirch 1953, Nr. 547, S. 292.

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Sympathie machen

Sympathie MachenKräfte wecken

Unter “Sympathie machen” versteht man: negative, krankmachende Kräfte bannen (zurückdrängen, transformieren) und positive, lebensförderliche Kräfte wecken. Sympathie machen ist eine Kunst, die von Frauen und Männern aus dem Volk von Alters her zum Segen von Menschen und Tieren ausgeübt wurde/wird. In Tirol werden die Sympathie-Macher/innen als Wender/innen bezeichnet. Die Bludenzer Sage “Vom Doggi” erwähnt zwei Frauen, die sich auf diese Kunst verstanden: Das “Danitscha Wieble” heilt ein Wiegenkind und die “Frau des Fritz” heilt mittels geweihten Kräutern ein Kalb, das nicht saufen konnte und den ganzen Tag erbärmlich schrie.

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Alpenblumen

AlpenGelbe Alpenblume EdelweißAlpenblume "Vergiss mein nicht"
Hoch oben zwischen Fels und Stein
leuchten zarte Blüten in geheimnisvoller Pracht;
ausdrucksstark, farbenfroh und anmutig
begrüßen sie die Wanderin.
Magischer Augenblick,
Wahrhaftigkeit, Reinheit, pure Schönheit
berühren, öffnen, verzaubern,
ein Lächeln legt sich ins Herz.